Greenkeeper Verband NRW e.V.

 

NRW Greenkeeper-Herbsttagung 2008 in Dormagen

Anlässlich der Herbsttagung des GVD-NRW am 25.11.2008 schlug die in Dormagen versammelte Greenkeeperschaft bei unserem diesjährigen Gastgeber KBV Effertz zum Jahresende noch einmal mächtig auf den Lukas. Unser Mitglied und Goldsponsor hatte seinen lange gehegten Wunsch, den GVD-NRW einmal in seine Betriebsstätte einzuladen, in die Tat umgesetzt und zu diesem Anlass neben Zelt, Bierwagen und Grillstand sogar einen „Hau den Lukas“ aufgebaut.

Nachdem Herbert Effertz die Entstehung und den Werdegang der Firma KBV in einer kurzen Ansprache erläutert hatte, konnten sich alle Teilnehmer am leckeren Grillbuffet und dem bereit stehenden Getränkewagen stärken, um für die kommenden Dinge bereit zu sein.

Während die einen sich mit dem schweren Hammer mühten, ergriffen die anderen Teilnehmer der Tagung die Gelegenheit während einer Führung durch den Betrieb, die Produktion von Aerifizierwerkzeugen an verschiedenen modernsten CNC-Maschinen zu beobachten und die Vielfalt der Arbeitsschritte, die zur Fertigung eines einzigen Spoons notwendig sind, nachzuvollziehen. Dabei erläuterte Herbert Effertz den Besuchern persönlich alle Abläufe in der Firma vom Materialbezug bis zum Versand, während Frau Effertz den Infostand managte und das Gewinnspiel betreute. Es galt die genaue Anzahl von Spoons zu schätzen, die sich in einer mittelgroßen Transportkiste befanden. Michael Lochthowe hatte den besten Tip und lag sehr nahe bei der Zahl von etwa 3550 Stück.

Die Abfahrt der Busse zum Parkplatz der Vormittagsveranstaltung kam für manche, die sich in gemütlicher Runde zusammen gefunden hatten recht früh, doch das Gros der Teilnehmer zog es vor der alltäglichen Rushhour auf den Autobahnen nach hause.

Der vor geschaltete Seminarteil hatte auf Grund der besseren Vortragsmöglichkeiten in der Nachbarortschaft im Gasthaus „Manes am Bösch“ stattgefunden. Dort konnte der Vorsitzende Hermann Hinnemann die Teilnehmer, angemeldet waren rekordverdächtige 130 Personen, zu Referaten von Beate Licht und Hartmut Schneider begrüßen.

Herr Schneider begann den Tag mit einem Vortrag zu dem Thema Bodenlockerung in bestehenden Rasenbeständen und stellte dazu die verschiedenen Vorgehensweisen, Werkzeuge und Geräte vor.

Mit der Einladung zur Tagung hatte der Verband einen Frageboden versandt. Dieser hinterfragte die Praxis bei der Bodenlockerung auf den Plätzen in Bezug auf Häufigkeit, Art und Gerätewahl.

Dessen Auswertung wurde zum Ende des Vortrags vorgestellt und zeigte unter Zuhilfenahme von Auszügen aus Arbeiten von Dr. Prämaßing und Dr. Morhard den Zusammenhang zwischen der Arbeitsweise verschiedener Maschinen, der Arbeitstiefe,  der Intensität und der Nachhaltigkeit der Lockerung auf unterschiedlichen Böden.

Frau Licht referierte zum Thema der aktuellen Rasenkrankheiten und der Perspektive der Entwicklung für die Zukunft. Hier stellte sie heraus, dass es im Gegensatz zur Vergangenheit kein „festes Schema“ für das Auftreten verschiedener Krankheiten im Jahresverlauf mehr gibt. So tritt der Schneeschimmel nicht mehr nur im Winter oder Frühjahr auf, sondern das Ganze Jahr, während typische Sommerpilze wie Phytium (Wurzelfäule), Rhizoctonia (Braun- Gelbfleckenkrankheit), oder Sclerotinia (Dollarflecken) ihre Symptome in immer weiteren Zeitspannen ausprägen. Dazu kommt eine starke Ausreitung von Blattfleckenkrankheiten sowie die Einwanderung von neuen Krankheiten wie Leptosphaerulina oder Myrothecium, die die Diagnose und Bekämpfung erschweren. Der Greenkeeper wie der Berater ist hier gefordert, sehr genau hinzusehen und bei der Diagnose vor allem auch die abiotischen Faktoren als Schadursache einzubeziehen, bevor eine Pilzkrankheit in Betracht gezogen wird. Dies alles schilderte Frau Licht vor dem Hintergrund von Bestrebungen in Brüssel die Mehrzahl von Wirkstoffen für Pflanzenschutzmittel zu verbieten. Als Fazit bleibt, dass die Krankheitsbestimmung und -bekämpfung nicht leichter wird und dass der Greenkeeper alles daran setzen sollte, stressauslösende abiotische Faktoren, wie Bodenverdichtungen, Staunässe, Sauerstoffmangel, Unausgewogenheit in der Nährstoffversorgung etc. zu vermeiden, bzw. zu beheben, um einen gesunden Gräserbestand zu erhalten. Denn Pilzinfektionen sind oftmals Folgen von geschwächten Gräsern.

Zum Schluss möchten wir natürlich noch den beiden Referenten sowie dem Ehepaar Effertz und dem gesamten KBV- Team für den gelungenen Tag danken. Wir haben ein aufstrebendes Unternehmen mit sehr motivierten Mitarbeitern erlebt!

Allen Kollegen und Mitstreitern wünschen wir einen ruhigen und schönen Jahresausklang um neue Kraft für die kommende Saison zu tanken.

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